Artikel-Verzeichnis 'Ganzheitlichkeit'

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Erfahrungsberichte !






Überlegungen, eigene Erfahrungen, Wissenschaftliches und Spirituelles zum Thema Ganzheitlichkeit.



Nr.

   Thema des Artikels

   Autor/in,  Datum

Leselink


08


 Die Myoreflex-Therapie
 hilft, chronische Muskelschmerzen und Dauerbelastung
 aufzulösen.
 


  Kurt Mosetter, Dr. med., Konstanz,
  August 2007


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07


 Mit
"Qi Gong for Life" und "Craniosacral Therapie"
 heraus Krankheit und Depression hinein in die Freude!
 


  Tina E., Weiterstadt, Juli 2007


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06


 Craniosacrale Heilkunst:
 Körper, Geist und Seele  in Einklang mit der Essenz bringen!


  Ramraj Ulrich Löwe, HP, Mörlenbach,
  Juni 2007


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05


 Multiple Sklerose
 als schulmedizinische Diagnose. Ist eine vollständige Heilung
 durch Qi Gong möglich?
 


  Stephan E., Erzhausen, Juni 2007


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04


 Das Geheimnis der Verjüngung

 und wie sie funktioniert ...
 


  Doris Burghardt, Darmstadt, 2005


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03


 Der Lichtkörper-Prozess

 Körperliche Symptome und Reinigungsrituale.
 


  Doris Burghardt, Darmstadt, 2006


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02


 Der Interdimensionale Mensch

 Verjüngung, Interdimensionales Geschäftsleben und  andere
 Aspekte des Wandels.
 


  Lee Carroll, USA, 2000


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01


 Mit der Macht des Bewußtseins eine neue Erde erschaffen
 Ein neues Schöpfungsereignis.
 


  Lee Carroll, USA, 1998


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00


 Kryon Channelings im Überblick!
 Kryon ist der Schwingungsname eines Lichtwesens, das zur
 Familie  von Erzengel Michael gehört.

 


  
Lee Carroll, USA


Channeling
Übersicht














     


 
1






Schulmedizinische Diagnose: Multiple Sklerose
   
Ist eine vollständige Heilung durch Qi Gong möglich?



Nach über 30 jähriger Begleitung von körperlichen Symptomen, endlich die niederschmetternde Diagnose: Multiple Sklerose. Doch was bedeutet diese Diagnose eigentlich?

Multiple Sklerose ist eine chronische Entzündung des zentralen Nervensystems, das heißt des Gehirns und des Rückenmarks. Diese Entzündungen greifen die Schutzhülle der Nervenleitungen im Gehirn und Rückenmark an (das Myelin). Die Nervenimpulse werden nicht mehr richtig weitergeleitet und es kommt zu Störungen an verschiedenen Stellen des Körpers (z.B. Augen, Beine etc.). Die Schulmediziner sagen, dass in näherer Zukunft eine Behinderung unausweichlich ist! Denn jeder Schub bedeutet weitere Lähmungserscheinungen, körperliche Dysfunktionen etc. Deshalb käme man an einer immunmodulierten Therapie, also Interferonen, nicht vorbei. Dies bedeutet auch erhebliche Nebenwirkungen, die diese Therapie begleiten. Also weitere Medikamente gegen die Begleiterscheinungen. Denn eine vollständige Heilung ist nicht möglich. Diese Schritte wollte ich nicht weiter mitmachen!

Dies führte zu einer vollständigen Kehrtwende und Umdenken in meinem Leben. Ich versuchte das Problem ganzheitlich zu sehen und nicht wie die Schulmediziner symptombezogen. Mein Weg führte zu einer Internistin im Ruhestand, die mir ganz klar sagte, dass bei mir keine wirkliche MS vorhanden wäre. Sie hatte sich schon länger von der Schulmedizin getrennt und war eine Expertin auf dem Gebiet der Neuraltherapie und Homöopathie geworden. Sie sagte ganz eindeutig, mein Körper sei mit Giftstoffen belastet und ich müsse meine 12 Amalgamplomben (50% Quecksilber) entfernen lassen und natürlich auch das im Gewebe gespeicherte Quecksilber aus dem Körper herausschleusen. Das machte mir wieder Mut und ich begann diesen gutgemeinten Rat zu befolgen. Zuerst wurden 2 Weisheitszähne, die querlagen und störten, entfernt. Ein kaputter Seitenzahn wurde ebenfalls entfernt. Danach begann ich meine 12 Amalgam-Plomben bei einem von der Internistin empfohlenen alternativen Zahnarzt quadrantenweise entfernen zu lassen. Gleichzeitig begann ich mit einer Entgiftung meines Körpers durch Chlorella Algen in Form von Kapseln. Diese sollten helfen das Quecksilber zu binden und über den Darm auszuscheiden. Doch auch die komplette Entfernung der Plomben brachte noch nicht den ersehnten Erfolg.

Im Gegenteil, ich hatte weiterhin Taubheitsgefühle, Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Gangprobleme etc. Zudem konnte ich eines Morgens überhaupt nicht mehr laufen und wurde ins Krankenhaus eingewiesen. Dort wurde mir eine Chemotherapie verordnet, die mich nur weiter schwächte, aber sonst keinen Erfolg brachte. Nach einer anschließenden Rehamaßnahme, konnte ich wenigstens wieder ein paar Schritte laufen. In der Zwischenzeit freundete ich mich mit der Akupunktur an, die seit über Tausend Jahren eine ganzheitliche Sicht der Krankheit vertritt. Danach gibt es nicht nur eine Ursache für eine Erkrankung, sondern alles hängt mit allem zusammen. Die Einheit des Menschen mit der Natur, die sich in seinem Denken, Fühlen und Handeln ausdrückt, beschert ihm auch Gesundheit. Diese folgt den Gesetzmäßigkeiten der Lebensenergie, die im Chinesischen als Qi bezeichnet wird und durch die alles Leben existiert. Die Lebensenergie Qi fließt in unserem Körper über sogenannte Meridiane und versorgt die einzelnen Organe mit Energie. Tritt eine Blockade bzw. Stauung dieser Energie ein, sprechen wir von Krankheit. Nach einigen Sitzungen hörte ich den Akupunkteur, einen Zen-Meister, sagen, dass Qi Gong noch viel wirkungsvoller ist. Sofort erkundigte ich mich über das Internet, was diese chinesischen Worte bedeuteten und suchte nach einem Therapeuten in der Nähe von Darmstadt.

So kam ich zu Qi Gong, welches im übertragenen Sinne "Energiearbeit" bedeutet. Dies beinhaltet, daß die Ausübung hilft, das Qi zu bewahren, einen besseren Fluß und optimalen Gebrauch zu erreichen - um Gesundheit und Wohlbefinden zu erreichen. Seit ich mit den Qi Gong for Life - Übungen begonnen habe, kann ich wieder weite Strecken ohne Probleme laufen und fahre seitdem viel mit dem Fahrrad. Neben der 1x wöchentlichen Arbeit in der Gruppe, ist es natürlich notwendig, auch tagtäglich zuhause weiter zu üben. Ich spüre, daß die Energie in meinem Körper wieder besser fließt und meine Symptome der sogenannten Multiplen Sklerose sich langsam dezimieren. Sicherlich muß ich auch in meinem Privatleben einiges umstellen und sowohl räumliche Situation und Ernährung umstellen, damit auch die äußeren Rahmenbedingungen gewährleistet sind.
Also weiterhin an sich arbeiten!!!


Autor: Stefan E., Erzhausen bei Darmstadt, im Juni 2007
(geschrieben und veröffentlicht).
1) Fotoquelle: Doris Burghardt












     







Caniosacrale Heilkunst
Körper, Geist und Seele in Einklang mit der Essenz bringen


von Ramraj Ulrich Löwe

 

Diese intensive Körper- und Energiearbeit beschäftigt sich mit dem Pulsationssystem der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit, die sich im innersten Kern unseres Körpers befindet. Eingehüllt durch das Membransystem der Dura Mater, das sich vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuzbein (Sacrum) erstreckt, wiegt sie sanft und rhythmisch die sie umgebenden Membranen und Knochen. Dieses craniosacrale System ist das erste selbständig funktionierende physiologische System des Fötus im Mutterleib und es ist das letzte System, das im Prozess des Sterbens aufhört zu arbeiten (bis zu mehreren Stunden nach dem Herzstillstand). Das ist bereits ein Hinweis auf die zentrale Bedeutung dieses Systems.



Entdeckt wurde der craniosacrale Mechanismus  von dem amerikanischen Arzt und Osteopathen Dr. Sutherland. Ende des  vorletzten Jahrhunderts sah er  - damals  noch als Student - in einer Vitrine im Korridor  seines College einen Schädel  ausgestellt, dessen einzelne Knochen in einem gewissen Abstand voneinander montiert waren. Als er sich beim Betrachten in Details der Schädelnähte vertiefte, durchfuhr ihn wie ein Blitz der Gedanke, dass die  Nähte so beschaffen sind, um Bewegung der einzelnen Schädelknochen zu erlauben für einen "Primär  Respiratorischen Mechanismus".
 

Diese Idee war völlig gegen die Auffassung der Schulmedizin, die lehrt, dass die Schädelknochen ab einem gewissen Alter miteinander verknöchern und dass der Schädel dann eine starre Einheit bildet wie eine Kokosnuss. Dr. Sutherland vertraute seinen Lehrern und wollte die sonderbaren Gedanken aus seinem Kopf vertreiben. Er besorgte sich einen Schädel und untersuchte mit äußerster Genauigkeit jedes anatomische Detail des Schädels, konnte jedoch zu seinem Erstaunen keinen einzigen Hinweis darauf finden, dass eine gewisse Beweglichkeit zwischen den Schädelknochen unmöglich ist. Im Gegenteil: je länger er forschte, desto zwingender deutete alles auf bestimmte Bewegungen der einzelnen Schädelknochen hin, die auch noch auf wunderbare Weise ineinander greifen und zusammenpassen. Genau die Bewegungen, die heute Tausende von Craniosacral-Praktizierenden in der ganzen Welt mit ihren Händen fühlen.  

Sutherland entdeckte die Bewegungen und führte eine Reihe von Experimenten an sich selbst durch. Er fertigte zum Beispiel eine Art Helm an, in den er an verschiedenen Stellen Mechanismen einbaute, so dass Druck auf einzelne Schädelknochen ausgeübt wurde und sie dadurch in ihrer Beweglichkeit behindert wurden. Er stellte an sich selbst fest, dass es je nach Ort und Intensität des Drucks zu reproduzierbaren neurologischen Symptomen und veränderten Bewusstseinszuständen kam - wie Manien, Halluzinationen, Depressionen, Seh- und Gleichgewichtsstörungen. Dies deutete er als einen Hinweis darauf, dass solche Symptome oft aufgrund unbeweglicher Schädelknochen oder deren Fehlstellung entstehen.

Er entwickelte ein Heilsystem, das als Craniale Osteopathie bekannt wurde, wobei er hier mit ganz sanfter Berührung der Hände komprimierten Schädelnähten zu größerer Beweglichkeit verhalf. So konnte er z.B. oben genannte Symptome bei seinen Patienten angehen, die seine Kollegen oft vergeblich zu behandeln versuchten. Mit dieser Methode hatte er sehr viele erstaunliche Therapieerfolge. Sutherland war in seiner Forschungsarbeit von tiefer Inspiration getragen. Immer wieder suchte er die Stille, und aus der Stille heraus empfing er die Eingebungen und Anregungen zum Weiterarbeiten. Sutherland betrachtete den craniosacralen Rhythmus als übergeordet gegenüber den anderen körpereigenen Rhythmen wie Atem und Herzschlag und nannte deshalb das craniosacrale System auch "Primär Respiratorischen Mechanismus". Er verstand den craniosacralen Rhythmus als direkten Ausdruck des "Atem des Lebens", der göttlichen Kraft selbst. Dieser Rhythmus ist am ganzen Körper spürbar in einer Frequenz von 7 bis 14 Zyklen pro Minute. Er verändert seine Frequenz weder bei körperlicher Anstrengung noch bei Gemütserregung. Für erfahrende Praktizierende sind auch wesentlich langsamere craniosacrale Rhythmen spürbar, die mehr ein energetischer Ausdruck des "Atem des Lebens" sind.

Dass diese rhythmischen Bewegungen in den Schädelnähten geschehen, wurde in den letzten Jahrzehnten in verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen meßtechnisch nachgewiesen. Das Bewegungsausmaß in den Nähten beträgt ca. 1 Millimeter. Darüber, wie dieser Rhythmus zustande kommt, besteht keine Einigkeit. Es wurden eine ganze Palette von naturwissenschaftlichen Erklärungsmodellen vorgestellt, die aber heute allesamt als unwahrscheinlich betrachtet werden müssen. Der craniosacrale Rhythmus ist das Bindeglied zwischen Geist und Materie und von immenser Bedeutung für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Ist der "Atem des Lebens" in seinem freien Ausdruck behindert, können eine Vielzahl von Beschwerden und Krankheitsbildern auftreten.


 

Durch das  feine Erspüren des craniosacralen  Rhythmus können solche Behinderungen erkannt und durch genaue und  tiefgehende Arbeit  an Schädelknochen, Membranen und Bindegewebe aufgelöst  werden. Wir arbeiten dabei meist nur mit  äußerst geringer  physischer Kraft; am Schädel beispielsweise üben wir selten mehr als  5 Gramm Druck aus. Widerstände und Spannungen im Gewebe werden auf diese Weise weder übergangen noch überwältigt. Wenn wir  Grifftechniken anwenden, sind diese mehr wie Einladungen an das Gewebe, z.B. an einzelne Schädelknochen oder Membranen, sich in bestimmte Richtungen zu weiten.

      



Wie und wie weit das Gewebe auf unsere Einladung eingeht, bleibt ganz seiner inneren Weisheit überlassen. Als Therapeuten sind wir von Moment zu Moment aufmerksam dabei, dem Gewebe und seiner inneren Weisheit zuzuhören und darauf einzugehen. Craniosacral-Arbeit ist also ein sehr respektvoller Therapieansatz. Körperliche Veränderungen durch die Therapie haben so eine gute Chance, von bleibender Dauer zu sein. Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit ist das Erspüren und Unterstützen feiner, innerer, vom Gewebe ausgehender Bewegungen, durch die sich der Körper befreien möchte. Indem wir diesen Bewegungen folgen, finden wir Zugang zu nicht-bewussten Inhalten, festgehaltenen Energien und physischen wie emotionalen Traumata. Sie können auf einer neuen Bewusstseinsebene wiedererlebt und verstanden werden. Alte Wunden werden so aus dem Zellgedächtnis erlöst.

Zur Veranschaulichung ein einfaches Beispiel aus meiner Praxis:

Bei einer Klientin hielt ich den linken Arm. Er fühlte sich um den Ellbogen herum deutlich weniger frei an als der rechte. Während ich mich auf den Arm einstimmte, merkte ich, wie er sich von innen bewegen wollte. Ich folgte dieser Bewegung und unterstützte sie in ihrer Entfaltung, bis der Arm schließlich eine bestimmte Stellung einnahm. Hier stoppte die Bewegung und der craniosacrale Rhythmus abrupt; Tränen und Bilder schossen meiner Klientin in die Augen: sie war als 8jährige vom Fahrrad gestürzt und dabei genau in dieser Armstellung mit voller Wucht auf den Ellenbogen geknallt. Sie selbst hatte dieses Ereignis völlig vergessen - ihr linker Ellenbogen jedoch nicht. Das traumatische Ereignis war in den Zellen gespeichert worden. Jetzt strömte Energie und Hitze aus ihrem Ellenbogen, bis er sich schließlich genauso frei und lebendig anfühlte wie der rechte.

Entscheidend für diese Art von prozessorientierter Arbeit ist das Einstimmen auf das Gewebegedächtnis, auf die Informationen, Energien und Gefühle, die im Gewebe gespeichert sind. Oft wird dabei auch Sprache miteinbezogen, z.B. in der Form des therapeutischen Dialogs mit nicht-bewussten Persönlichkeitsanteilen. Wir sprechen dann auf einer tieferen Bewusstseinsebene mit Symptomen oder auch mit inneren Ressourcen des Klienten wie z.B. seinem "inneren Heiler" oder dem "inneren Meister". Dabei werden sprachliche Werkzeuge aus NLP und Hypnotherapie eingesetzt. Auf diese Weise sind wir im unmittelbaren Kontakt mit psychosomatischem Geschehen und dessen Heilung. Alle Antworten liegen im Klienten selbst. Unsere Aufgabe als Therapeuten ist es, den Klienten so in Kontakt mit sich und seinen inneren Ressourcen zu bringen, dass er sich selbst von innen heilen kann. Dies gilt sowohl für die Arbeit mit Sprache als auch für die stille Körperarbeit, bei der wir uns mit dem in der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit enthaltenen "Atem des Lebens" verbinden und mit ihm zusammenarbeiten.



Wir sind dabei als Craniosacral-Therapeuten nicht die großen Macher, die großartige Dinge vollbringen, sondern eher wie staunende Schüler, Diener oder Assistenten der inneren Heilkräfte des Klienten.
Unsere Rolle ist am ehesten vergleichbar mit der eines Katalysators in der Chemie: wir ermöglichen bestimmte heilende Prozesse, die ohne unsere sehr spezifische Unterstützung niemals geschehen könnten, bewirken sie aber letztlich nicht selbst. Die Heilung geschieht aus dem Inneren des Klienten heraus. Craniosacrale Heilarbeit verbindet ausgefeilte, anatomisch-wissenschaftlich begründete Körperarbeit, intuitive Energiearbeit und therapeutisches Begleiten innerer Prozesse. Sie ist ein kraftvolles Mittel für inneres Wachstum und allgemeine Selbstheilung und zugleich eine hocheffiziente Heilmethode für eine ganze Reihe von ganz spezifischen Problemen wie z.B.: Kopf- und Rückenschmerzen verschiedenster Genese, Stress und seine Folgeerscheinungen, psychosomatische Krankheitsbilder, Tinnitus, Kiefergelenksbeschwerden, Zustände nach Unfällen und Operationen, Trauma, Hyperkinese und Lernstörungen bei Kindern, Depression und viele andere mehr.

Craniosacral-Arbeit ist in den letzten Jahren ziemlich populär geworden. Sie ist jedoch keine einheitliche Therapieform. Es gibt eine Vielzahl von z.T. sehr unterschiedlichen Richtungen und Schulen. Zum Beispiel steht bei manchen Schulen eher ein mechanisch-technisches Verständnis im Vordergrund, während andere Schulen mehr Wert auf die emotionalen oder spirituellen Aspekte der Arbeit legen. Auch bezüglich Umfang und Stil der Ausbildung bestehen große Unterschiede. Umfassende und tiefgehende Craniosacral-Arbeit, wie ich sie hier kurz vorgestellt habe, kann nicht in ein paar Wochenendkursen erlernt werden.


Autor:  Ramraj Ulrich Löwe, Mörlenbach, im Juni 2007 (hier veröffentlicht).
Quelle Fotos: Eigentum von Ramraj Ulrich Löwe - Infos zum Autor finden Sie auf der Kursleiter & Therapeuten Seite!













                      


      1
     



Mit "Qi Gong for Life" und Craniosacral Therapie


heraus aus Krankheit und Depression  .  .  .

hinein in die F R E U D E !





Heute bin ich 26 Jahre alt. Vor ca. 9 Jahren verließ mich das erste mal meine Stimme und keiner konnte die Ursache dafür finden. Also stopfte man mich, wie schon seit meiner Kindheit immer wieder, mit Antibiotika und Penizillin voll, und ich wurde für einige Zeit krank geschrieben. Zu dieser Zeit befand ich mich noch in der Schule, in der 10. Klasse. Weil meine Stimme dann wieder kam, war der Arzt überzeugt, er habe mir das Richtige verschrieben. Im Laufe der Jahre hatte ich die verschiedensten Krankheiten im Halsbereich. Erst als 2004 meine Stimme für 3 Monate ganz weg blieb und auch keine Tabletten mehr halfen, bekam ich eine Logopädie-Therapie verschrieben. Und ich hatte Glück. Denn diese Logopädin wusste gleich, dass meine Krankheiten andere Ursachen als die körperlichen oder organischen hatten. Bei ihr bekam ich das erste mal Zugang zu Traumreisen und damit
Verbindung zu meinem inneren Kind und inneren Selbst. Dann unterstütze sie mich bei einem Kur-Antrag und meinte, wenn es ginge, solle ich dort neben den regulären Therapien auch mal Qi Gong ausprobieren. Auch dort hatte ich ausgesprochenes Glück, denn die Therapeuten lehrten mich, mehr Kontakt zu meinem Körper zu bekommen und ihn und seine Symptome wahrzunehmen. Zur Unterstützung bekam ich dann noch Anti-Depressiva verschrieben, da die Ärzte dort eine Depression bei mir feststellten. Als ich wieder zu Hause war, suchte ich gleich nach einer Qi Gong Gruppe in meiner Nähe, um mehr über meinen Körper, seine Symptomen und die Ursache meiner Krankheiten herauszufinden und sie evtl. ohne Tabletten und sonstigem beseitigen zu können. Jedenfalls war das meine große Hoffnung.

Durch einen Besuch bei der Schirner-Buchhandlung im Jahr 2005 wurde ich auf Doris Burghardt aufmerksam (es lagen dort Flyer aus, die ich fast übersehen hätte) und meldete mich einen Tag später bei ihr zu einem
Qi Gong Kurs an. Ich fand in der "Schwanenübung" die Ruhe und die Möglichkeit, mich ganz auf mich einzulassen, auch wenn diese Übung erstmal scheinbar nicht so den Erfolg hatte, wie ich hin mir gewünscht hatte, so nach dem Motto "da geh ich ihn und nach drei Stunden kann ich meine Tabletten wegwerfen und meine Krankheiten selber heilen". Aber ich merkte schon, dass sich etwas in mir veränderte, aber ich konnte es nicht benennen. Ich habe auch immer wieder Cranio-Sitzungen bei Doris genommen und merkte dabei immer mehr, wie ich in meine Mitte kam und mehr und mehr zu mir fand. Ich konnte sogar meine Tabletten absetzten (das geschah nicht eigenmächtig, sondern unter Aufsicht meines Arztes und Therapeuten!). Ohne Qi Gong und ohne mein Umdenken in Bezug auf Krankheiten - also dass man nicht die Krankheit an sich versucht zu bekämpfen, sondern die Ursache/Blockade versucht zu lösen - wäre das nicht möglich gewesen.

Leider musste ich dann aus finanziellen Gründen bis Februar 2007 pausieren. Zwischenzeitlich habe ich mich immer wieder geärgert, dass ich nicht weiter machen konnte, aber da war soviel in mir in Bewegung gekommen, dass es vielleicht so hatte sein müssen. Ich habe während meiner Pause, vor einer wichtigen Prüfung, noch mal eine
Cranio-Sitzung in Anspruch genommen, weil ich einfach so blockiert war und an meine eigene Kraft nicht heran kam. Ab da, naja, sagen wir mal zwei Tage später, lief alles wieder glatt: Ich konnte wieder lernen und war frei für Neues. Wie gesagt, im Februar habe ich dann mit meinem zweiten Qi Gong-Kurs begonnen, mit den "Fünf Tieren" oder "Fünf Elementen". Da ich schon einen Kurs mitgemacht hatte, wusste ich, dass sich damals etwas in mir bewegt hatte, und ich bin mit der Einstellung ran, dass Qi Gong auf jeden Fall besser ist, als irgendwelche Tabletten zu schlucken. Und selbst wenn nichts passieren würde, würde ich mir damit nichts Schlechtes tun. Von daher war ich schon offener als bei meinem ersten Kurs, bei dem ich feste Vorstellungen von dem hatte, was passieren sollte.

Bei den "Fünf Tieren", meinem zweiten Qi Gong Kurs, habe ich jede Übung mitgemacht und mehr oder weniger gut hin bekommen.
Aber das Wichtigste dabei war für mich die Gruppe: Sie war einfach toll und hatte eine Menge toller Energie. Und so fiel es mir auch nicht schwer, loszulassen und mich auf das Kommende einzulassen. Ich merkte schon sehr schnell, dass meine Stimmung sich grundsätzlich zum Positiven veränderte und die eine oder andere Blockade gelöst wurde, was ich daran merkte, dass mir an der einen oder anderen Stelle auf einmal nichts mehr weh tat, oder mir Bewegungen generell leichter fielen. Als ich dann von Doris die CD "Elements of Rejuvenation" bekam, machte auch das Üben zuhause Spass, weil durch die Musik die Bewegungsabläufe flüssiger liefen und mir die Stimmung der Gruppe in Erinnerung kam. Jedes mal, wenn ich nur die Musik höre, habe ich das Gefühl tiefen Friedens in mir und "mein Herz geht auf". Auch war es bemerkenswert, wie alle um mich herum, im Büro und in meiner Familie, krank wurden, wo ich doch sonst immer eine der ersten gewesen war, die krank wurde, und jetzt steckte ich mich noch nicht mal an! Meine Familie sagt auch, man merkt, dass ich, seit ich Qi Gong mache, ausgeglichener bin und besser mit Belastungen jeder Art umgehen kann.

Diesmal wollte ich nach diesem Kurs nicht wieder aufhören und habe mich gleich für den "Drachen" angemeldet. Ich hab mich darauf gefreut wie ein kleines Kind auf die Weihnachtsgeschenke und war neugierig, was da passieren würde und wie der Drache "funktioniert". Mit dieser kindlichen Neugier bin ich dann zu der ersten Stunde gegangen. Beim ersten Teil, der "Stärkung des Drachen-Eis", habe ich eine Energie gespürt, die Energie, die ich vom Meeresgrund herauf geholt habe, um mein Drachen-Ei (Symbol für die Lebenskraft, Anm. der Red.) zu stärken. Mich überkam ein Gefühl, das ich nicht in Worte fassen kann und ich hätte weinen können vor Glück! So was habe ich noch nie gespürt! Auch beim zweiten Teil, der Hauptübung, ließ mich dieses
mächtige Gefühl des Glücks nicht los. Nach dieser ersten Stunde mit der Drachen-Übung hatte ich das Gefühl, die Welt das erste mal wirklich zu sehen und meine Augen das erste mal zu benutzen! Das ist etwas, was man selber erlebt haben muss, um es zu verstehen. Dieses Gefühl dauerte etwa zwei Wochen an und in dieser Zeit klappte einfach alles.

Doch vor der dritten Qi Gong-Stunde merkte ich auf einmal, dass ich mich gar nicht mehr so wohl fühlte und hoffte, dass mit dem Üben alles schnell wieder gut werden würde (Dass ein Unwohlsein sich durch das Üben schnell wieder legt, hatte ich ja schon in meinem zweiten Kurs feststellen können). Diesmal dachte ich auch erst, dass es mir schnell wieder besser gehen würde, und dass der leichte Schüttelfrost, der mich während der Drachen-Übung überkam, die Blockaden schon gelöst und mich unmittelbar geheilt hätte. Aber daheim war ich dann fix und fertig und ich bekam hohes Fieber, wie ich es erst ein- oder zweimal in meinem ganzen Leben gehabt hatte, wobei ich die paar mal in meinem Leben, bei denen ich überhaupt Fieber hatte, noch an zwei Händen abzählen kann. Dazu kam dann noch eine dicke, eitrige Angina, bei der mir der Hals richtig zuschwoll.

Statt aber traurig darüber zu sein, dass es nicht so gelaufen war, wie ich es mir vorgestellt hatte, freute ich mich über die Reaktionen, die mein Körper zeigte, trotz der riesigen Schmerzen! Denn es zeigte mir zwei Dinge, nämlich, dass erstens sich eine Blockade gelöst hatte und zweitens mein kaputtes
Immunsystem wieder arbeitete, denn sonst hätte ich nicht dieses Fieber bekommen!
Und ich bin noch sehr neugierig, was noch so auf mich zukommen wird in den nächsten Qi Gong-Stunden!

Autorin: Tina E., Weiterstadt bei Darmstadt, im Juli 2007 (geschrieben und veröffentlicht).
1) Fotoquelle:  Doris Burghardt















Die Myo-Reflex-Therapie®

       

hilft dem Körper, chronische Muskelschmerzen und chronische Dauerbelastung aufzulösen und verbessert das
körperlich-seelische Wohlbefinden!

 

           
 




Wie aus dem Namen Myo-Reflex-Therapie deutlich wird, geht es bei dieser Behandlungsmethode primär um die Muskeln (myo) des Menschen und um deren reflektorische Behandlung. Mit einem Anteil am Gesamtkörpergewicht von bis über 40 % ist die Skelettmuskulatur das am stärksten ausgebildete Organ des Menschen. Hinzu kommen die Muskeln des Herzens, der Atmung usw.. Zugleich meint der Begriff Myoreflextherapie, daß der Klient eine Spürhilfe bekommt - sein neuromuskulärer Zustand wird ihm gespiegelt (reflektiert) und so seiner Selbstregulation wieder zugänglich gemacht ...

Der erste Halswirbel heisst Atlas - er trägt den Kopf. Ihm kommt von allen Wirbelkörpern eine besondere Bedeutung zu, da Fehlstellungen bzw. Blockierungen in diesem Bereich weitreichende Symptome hervorrufen können. Eine Bewegungseinschränkung in der Halswirbelsäule muss durch eine übermässige Bewegung anderer Wirbelbereiche ausgeglichen werden. Schnell führt dies zu einer Überbeanspruchung (unfunktionellen Belastung) in diesen Wirbelbereichen. Punkte im Bereich der Halswirbelsäule, Atlas und Schädel spielen bei vielen Therapieformen in aller Welt eine wichtige Rolle. Vorteil der Myoreflextherapie ist ein gezielter und kalkulierbarer Umgang mit diesen Punkten. Im Gegensatz zu der klassischen Atlastherapie werden in unserem Verfahren keine ruckartigen Impulse im Bereich des Atlas gesetzt. Wir sprechen deshalb von einer modifizierten (= abgewandelten) Atlastherapie. Bei der Myoreflextherapie handelt es sich um eine Therapie, bei der der Patient nicht passiv sondern aktiv beteiligt ist. Man kann den Vorgang der Behandlung mit der Bedienung eines Computers vergleichen. Die Muskeln übernehmen hierbei die Rolle der Tastatur, die vom Therapeut bedient wird, indem er an bestimmten Stellen der Muskeln manuellen Druck ausübt. Der eigentliche Veränderungs- bzw. Therapieprozess wird vom Innenleben des Computers bzw. des Patienten geleistet. Doch hiervon später (Prinzipien und Wirkweise).


Biomechanik und Schmerz

Der lebendige Organismus ist in biomechanischer Hinsicht so gebaut, dass er den physikalischen Kraftgesetzen folgt. Der Gesamtzustand eines solchen Biomechanismus ist dann gesund, wenn die verschiedenen Kräfte harmonisch und ausbalanciert miteinander wirken und arbeiten. Jeder Verstoss und jede Missachtung dieser Balance (in Form von mangelnder oder einseitiger Bewegung, Überlastung, Unfällen etc.) zieht entsprechende Schädigungen mit sich. Krank oder leidend wird ein Organismus in biomechanischer Hinsicht dann, wenn solche Verstösse zu stark sind. Jedoch auch schwächere, aber sich wiederholende Verstösse steigern sich zu Verletzungen und können die Gesundheit beeinträchtigen. Die körperliche Meldung eines solchen Verstosses (die Bewusstwerdung) geschieht durch einen Schmerz. Schmerzen können als Ausdruck eines gestörten Gesamtgleichgewichts betrachtet werden. Da die meisten Muskeln Teil des Bewegungsapparates sind, kann auch gesagt werden: Schmerzen signalisieren eine gestörte, unharmonische Bewegungsgeometrie. Ohne die Schmerzsignale würden viele Verstösse und Fehlbelastungen nicht bemerkt werden - unabänderliche Schädigungen und Verletzungen des Organismus wären die Folge.

Wichtig ist nun, dass bei einem solchen Schmerzsignal nicht nur die betroffene Stelle des Körpers behandelt wird. Die jeweilige Problemstelle darf nicht von dem biomechanischen Gesamtnetz des Organismus isoliert und abgesondert werden. Denn es kann sein (und meistens ist dies auch tatsächlich der Fall), dass die eigentliche Ursache und das Grundproblem sich gar nicht da befinden, wo es dann schliesslich weh tut. Schmerz-Punkt und Schmerz-Verursacher können sich an verschiedenen Körperstellen befinden. Bereits bei einem stark vereinfachten Beispiel wird dies deutlich: Wir gehen von einer quadratförmigen Muskelstruktur aus, deren vier gelenkige Eckpunkte durch Muskelzüge miteinander verbunden sind. Im gesunden entspannten Zustand ist diese Form ausbalanciert und symmetrisch. Kommt es nun beispielsweise am Punkt d aufgrund eines verkürzten oder verspannten Muskels zu einer einseitigen Zugkraft in Richtung e, so wird die Symmetrie gestört. Die Zugkraft, bzw. die Quelle der Störung kommt somit nicht nur in Punkt d zur Wirkung , sondern auch an allen mit diesem Punkt verbundenen Bereichen. Dieses muskuläre Ungleichgewicht kann somit aufgrund der unsymmetrischen Stellung im Bereich a einen Schmerz hervorrufen. Schmerzursache und Schmerzpunkt sind also nicht identisch. Dies kann genauso für die Punkte b und c gelten.

                                           


Eine Behandlung am Ort der Schmerzen (z.B. ein operativer Eingriff) kann somit kaum eine Beseitigung der Ursache bringen. Ist die Symmetrie erst einmal in einem Bereich des Körpers gestört und besteht diese über einen längeren Zeitraum, so treten über die muskulären Verbindungen zu anderen Regionen auch in diesen Spannungen bzw. Schmerzen auf. Vergleichen wir das Zusammenspiel der Muskulatur mit dem Zusammenspiel eines Orchesters, so kann es sein, dass eine falsche Geige das ganze harmonische Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht bringt. Die Myoreflextherapie berücksichtigt diese biomechanischen Gesetzmässigkeiten. Schmerzt es wie in unserem Beispiel an Punkt
b, so behandelt sie ursächlich, d.h. sie legt den Behandlungsschwerpunkt auf die Verbindung der Bereiche d und e. Über eine Behandlung der verschiedenen Störungen im Gesamtnetz kann man also indirekt den Schmerzbereich therapieren. Die eigentliche Behandlung und die Lösung des Problems wird an diesen weitergeleitet - genauso wie zu Anfang die eigentliche Ursache ihr Problem weitergeleitet hat.


Prinzipien und Wirkweise

Ein weiteres Beispiel lässt sich an der Muskulatur des Oberarmes darstellen. Wenn wir den Arm beugen, dann betätigt sich der Beuger (Musculus biceps brachii). Strecken wir den Arm wieder aus, dann wird der Strecker (M. triceps brachii) tätig. Beuger und Strecker sind Gegenspieler (Antagonisten). Wenn der eine in Aktion tritt und seine Bewegung ausführt, muss der andere loslassen und passiv bleiben. Ohne diese gegenseitige Berücksichtigung und Anpassung könnte keine richtige und fliessende Armbewegung ausgeführt werden - der eine Muskel würde den anderen bremsen und behindern.

                                                     

Jeder Muskel hat Rezeptoren (sogenannte Muskelspindeln), ebenso gibt es Gelenksrezeptoren. Diese registrieren die jeweilige Dehnung, die Aktivität eines Muskels und die Stellung der Gelenkpartner zueinander. Bestimmte Nervenfasern melden diese dem Rückenmark. Über Rückenmarksreflexe können so Bewegung und Gegenbewegung, Beugen und Strecken, Aktivität und Loslassen aufeinander abgestimmt werden. Der eine Muskel bekommt vom anderen ständig Meldung und passt sich entsprechend an - die Aktivitäten und Bewegungen werden koordiniert. Diese Reflexfunktionen macht sich die Myoreflextherapie zunutze. Wird ein Muskel an der richtigen Stelle gedrückt (Druckpunktstimulation), dann kann durch einen entsprechenden Reflex eine Aktivität des Muskels vorgetäuscht werden. Der entsprechende Gegenmuskel, der zu angespannt oder verkürzt ist, erhält dann die Meldung, zu entspannen und loszulassen. Ein verhärteter Muskel, an den man von aussen mit den Händen gar nicht heran kommt, kann mit diesem Trick indirekt gelöst werden.


Die Myoreflextherapie als aktive Therapie

Bei der Myoreflextherapie handelt es sich also um eine Therapie, bei der der Patient nicht passiv sondern aktiv beteiligt ist. Der Therapeut provoziert an der Muskulatur (die bereits im Ruhezustand eine zu hohe Spannung besitzt) eine Überspannung. Die Spannung ist dann so hoch, dass sich der Körper nicht mehr mit ihr arrangieren kann. Es wird ein Regelkreis in Gang gesetzt. Diese Überspannung wird durch Impulse ans Rückenmark (Reflexfunktion) und von dort ans Gehirn weitergeleitet. Das Gehirn, das den normalen Spannungszustand gespeichert hat, sorgt nun dafür, das dieser wieder eingestellt wird. Diesen Vorgang kann man mit der Bedienung eines Computers vergleichen. Die Muskeln übernehmen hierbei die Rolle der Tastatur, die vom Therapeut bedient wird. Entsprechend der Arbeitskapazität und der vorhandenen Software wird der eigentliche Veränderungs- bzw. in unserem Fall der Therapieprozess, vom Innenleben des Computers bzw. des Patienten geleistet. Wir können uns diesen Sachverhalt mit dem Bild eines sich selbst regelnden Systems vorstellen, das nur indirekt beeinflusst werden kann. Die Muskelfunktionstherapie behandelt nicht mechanisch, sondern im wesentlichen mit Zeichen / Informationen; sie arbeitet indirekt an den Muskelfühlern - die Schaltzentralen des Patienten (Gehirn, ZNS) deuten den Fingerdruck des Therapeuten - entsprechend den eigenen Regelmechanismen kann der Patient reagieren, er kann eigene Bewegungsprogramme wieder-aktivieren - der Patient behandelt sich selber!

Autor: Kurt Mosetter, Entwickler der Myoreflextherapie®, Konstanz, im August 2007 (hier veröffentlicht).
Quelle Fotos und Zeichnungen: Eigentum von Kurt Mosetter.




Über den Autor

Kurt Mosetter ist Arzt für Allgemeinmedizin mit eigener Praxis in Konstanz. Er entwickelte aus der konstruktiven Begegnung der Hochschulmedizin mit der Erfahrungsmedizin heraus die Myoreflextherapie und
führt seit Jahren gemeinsam mit seinem Team regelmäßig Seminare für Fachleute und Laien über seine Therapieform und die KiD-Übungen (Kraft in Dehnung) und deren praktische Anwendung durch. Veranstaltungs- und Ausbildungshinweise sowie Adressen von Therapeuten, die die Myoreflextherapie anwenden, finden Sie auf Kurt Mosetters Website www.myoreflex.de.



Vesalius GmbH / R. Mosetter
Obere Laube 44
78462 Konstanz
Telefon: +49 (07531) 991274
Email:
info@myoreflex.de
Internet: www.myoreflex.de



Kraft in der Dehnung  -  Ein Übungsbuch für zuhause

Traumata und Dauerkränkungen hinterlassen nicht nur Wunden in der Seele, sie bringen auch unseren Körper aus dem Lot - in massiven Muskelanspannungen, chronischen Muskelschmerzen, ja eingeschränkter Freiheit der Bewegung. Dieses Praxisbuch zeigt in einfachen und sanften Übungen für zu Hause, wie die Langzeitfolgen von traumatischen Erfahrungen, von chronischer Dauerbelastung und Stress behoben werden können. Durch die erstmals für dieses Buch entwickelten und auch in Abbildungen anschaulich dargestellten Übungen und die gezielte Behandlung von Muskelansätzen durch Druckpunktstimulation gelingt es, erhöhte Daueranspannungen zu beheben, Schmerzentlastung herbeizuführen und das körperliche und seelische Befinden auch langfristig entscheidend zu verbessern.

Autoren: Kurt Mosetter / Reiner Mosetter
Fotoquelle: alle Fotos und Zeichnungen sind Eigentum der Autoren




















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